Best of S-Bahn 2007

Wer häufiger mit der S-Bahn Rhein-Ruhr unterwegs ist, der kann etwas erzählen. Von abgenudelten Fahrzeuge, die permanent gefährlich klingende Geräusche von sich geben. Von westdeutschen Lokführern, die nicht mit den aus Ostdeutschland importierten 143er-Loks klarkommen. Ab nächstem Jahr sollen langsam neue Triebwagen eingeführt werden. Man darf gespannt sein, ob die neuen Fahrzeuge der Weisheit letzter Schluss sind. Die Highlights meiner Bahnfahrten 2007, wo ich wirklich dachte "ich bin im falschen Zug…": 

  • S-Bahn ohne Sand. "Meine Damen und Herren, auf Grund von Schmierfilmbildung muss ich unsere Fahrweise den Witterungsverhältnissen anpassen". Die Steigung von der Universität nach Oespel scheint ein kritischer Abschnitt zu sein. Die fahrplanmäßige Geschwindigkeit wurde bei weitem nicht erreicht. In Oespel sprang dann ein sichtlich panischer Meister von der Maschine, um zu gucken, ob er sich wirklich ohne Sand bis nach Düsseldorf durchschlagen müsste. Für solche Schwerarbeit hat ein Lokführer definitiv 31 % mehr Gehalt verdient.
  • Die Wiederentdeckung der Langsamkeit. Mit kaum mehr als Schrittgeschwindigkeit von Oespel zur Universität. Ich tippe auf einen ausgelösten Trafoschutz. Erst im Gefälle vor dem Universitätstunnel ging ein wenig die Post ab.
  • S-Bahn mit derben Flachstellen. "Einer von uns beiden hat sich heftige Flachstellen gefahren, und ich war es nicht…" Flachstellen entstehen, wenn die Räder beim Bremsen blockieren. Das Rad ist dann nicht mehr rund, was man hören und fühlen kann. Die Ranzkarre hätte man stilllegen müssen. Sie rumpelte dann noch bis Dortmund Hbf weiter.
  • S-Bahn ohne Bordelektrik. Wer braucht schon Beleuchtung? So wird der Universitätstunnel zur Geisterbahn.
  • Brennende S-Bahn: Es war bestimmt nur Wasserdampf, aber ich hätte schwören können, dass die Lok Rauch entwickelte. Sie fuhr dennoch ganz ordentlich.
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