Es kann nur besser werden???
echoray | 18 Juni, 2007 20:52
Eine Kommilitonin berichtete über einen versuchten Schienensuizid hier ganz in der Nähe, der echt als Lehrbeispiel taugen könnte, wie man es nicht machen soll. Der Selbstmörder wollte ganz gründlich vorgehen, und hatte sich folgendes überlegt: Von einer Brücke vor den Zug springen. Das hat er dann auch getan, und ist bei Hagen-Hengstey über die Brüstung gestiegen. Dummerweise hat er dann zu lange gezögert, so dass er nicht vor der Lok, sondern auf dem Zug landete, wo er mit einem doppelten Beinbruch liegenblieb. Er ist dann erstmal ne ganze Weile in Richtung Schwerte mitgefahren, bis ihn ein entgegenkommender Lokführer entdeckte und den Kollegen per Funk sinngemäß informierte: "Du hast da nen Toten hinten drauf!". Man hat dann den Schwerter Bahnhof gesperrt und den Typen vom Güterwagen runtergeholt. Die Feuerwehr wunderte sich nachher, warum er wie durch ein Wunder die 15000-Volt-Fahrleitung nicht berührt hatte. Wenn er schon blöd auf dem Wagen lag, hätte er ja mal eben nach oben greifen können... So aber hat sich keines seiner Probleme gelöst. Stattdessen hat er nun einen doppelten Beinbruch und darf den Feuerwehreinsatz bezahlen.
Selbst wenn er rechtzeitig gesprungen wäre, hätte er womöglich mit einem gebrochenen Bein so im Gleisbett gelegen, dass er den Zug dank Bodenfreiheit überlebt hätte. Man kann wirklich nur empfehlen, sich zu entscheiden. Entweder Brücke oder Zug. Verantwortliche Selbstmörder wählen natürlich die Brücke, und zwar eine genügend hohe. Kein Lokführer hat nämlich den psychischen Stress verdient, den ihm ein Selbstmörder bereitet.
Dieser Satz kein Verb.
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Kein Lokführer hat nämlich den psychischen Stress verdient, den ihm ein Selbstmörder bereitet.
hans | 06/04/2008, 20:17