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 <title>Eisenbahn-Fahrsimulator der FH Aachen</title> 
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 <updated>2012-02-09T12:48:20+01:00</updated> 
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Menschenansammlungen 
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Der Kollege Michael Franz hat Bilder vom 6. Januar online gestellt, auf denen ein  markanter Freund der Eisenbahn routiniert f&uuml;r die sichere Durchf&uuml;hrung einer simulierten Zugfahrt von Kassel nach Warburg sorgt . Anlass war der Stammtisch der Aachener Zusianer, der diesmal mit einer &quot;Sneak Preview&quot; der kommenden Bahnsimulation Zusi 3 auf dem Fahrsimulator der Fachhochschule Aachen verbunden wurde.
 
 
Dieser Simulator ist eine originalgetreue Nachbildung des F&uuml;hrertisches moderner Drehstrom-Elektroloks unter Verwendung originaler F&uuml;hrerstandsbauteile. Mit ihm wird Aachener Ingenieurs-Studenten der Schienenfahrzeugtechnik nahegebracht, was es hei&szlig;t, einen Zug zu fahren. In gewisser Weise ist er vergleichbar mit den Simulatoren zur Lokf&uuml;hrerausbildung der DB Training, deren Hamburger Simulator ich 2009 besucht hatte ( siehe hier ). Die Besonderheit des Aachener Simulators ist, dass dort keine s&uuml;ndhaft teure Simulationsumgebung aus der Flugsimulatorenentwicklung l&auml;uft, sondern eine &quot;commercial-off-the shelf&quot;-L&ouml;sung auf Basis einer Vorabversion des zuk&uuml;nftigen Simulators Zusi 3. Dessen Entwicklung - federf&uuml;hrend als One-Man-Show durch den Ingenieur Carsten H&ouml;lscher aus Braunschweig durchgef&uuml;hrt - liegt aktuell in den letzten Z&uuml;gen. Man kann sich bereits anhand einer Demo-Version (enth&auml;lt nach alter V&auml;ter Sitte den Streckenabschnitt Driburg-Altenbeken) davon &uuml;berzeugen, dass der Simulator Version 3 im Grundsatz funktioniert.  
Eine kleine Kuriosit&auml;t aus der Kategorie &quot;da m&uuml;ssen wir nochmal dran arbeiten&quot; ereignete sich bei meiner Probefahrt von Espenau-M&ouml;nchehof nach Immenhausen: Ich kam am Einfahrsignal Immenhausen zum Stehen, der Tacho auf dem Display wies aber noch gut 35 km/h Vorw&auml;rtsgeschwindigkeit aus. Da guckt man als Herr &uuml;ber die simulierte Maschine dann schonmal seltsam aus der W&auml;sche... Nachdem ein kritischer Blick auf die Strecke ergab, dass ich in erster N&auml;herung tats&auml;chlich stillstand, und einem Gedanken daran, welche sonstigen Federspeicherbremsen, Notbremsen, Magnetschienenbremsen und Zusatzbremsen man vielleicht noch andrehen k&ouml;nnte, erwies sich am Ende die Software f&uuml;r das Bremsmanometerdisplay als der &Uuml;belt&auml;ter, der sich verz&ouml;gernd auf die Tachoanzeige auswirkte.
 
 
Der Aachener Simulator zeigt, dass Zusi 3 k&uuml;nftig durchaus das Zeug hat, kommerziellen Bahnsimulationsl&ouml;sungen Konkurrenz zu machen. Um den Schritt vom Unterhaltungsprodukt zum vollwertigen Ausbildungswerkzeug zu vollziehen, bedarf es allerdings besonderer Funktionen f&uuml;r professionelle Anwender. Diese w&uuml;nschen sich u.a., dass Szenarien zu 100 % identisch wiederholbar sind. Bei Zusi ist derzeit dagegen immer der Zufall am Werk (mag er auch sehr klein sein). Auch der Live-Eingriff in die Simulation von einem Instruktor-Arbeitsplatz ist zum Beispiel bei den DB-Simulatoren Standard. Entsprechende Instruktor-Funktionen stehen zumindest auf der Wunschliste des Aachener Lehrstuhls.
 
 
          
  
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 <id>tag:www.echoray.de,2012-01-27:420</id>
 <title>You Instead</title> 
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 <updated>2012-01-27T19:25:01+01:00</updated> 
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&amp;quot;You Instead&amp;quot; ist ein  britischer  schottischer Musikfilm, der an Originalschaupl&amp;auml;tzen auf dem schottischen Festival &amp;quot;T in the Park&amp;quot; spielt.
 
 
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Darstellende Kunst 
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&quot;You Instead&quot; ist ein  britischer  schottischer Musikfilm, der an Originalschaupl&auml;tzen auf dem schottischen Festival &quot;T in the Park&quot; spielt.
 
 
Da er nur f&uuml;r den englischsprachigen Markt gedacht ist, ist die DVD in Deutschland nur als Import, z.B. von Amazon UK zu bekommen (die ihn am Ende wahrscheinlich aus dem deutschen Lager Hersfeld verschicken und laut Sendungsauskunft der DHL in Krefeld(?) ins Paketzentrum einliefern - Gott allein scheint zu wissen, was die Amazonen zu dieser Art der Logistik bewegt, aber es scheint Geld zu sparen). 
 
 
Der Streifen l&auml;uft unter dem Label &quot;romantic comedy&quot;. Okay, romantic kann man gelten lassen, aber von comedy kann man wirklich nur sprechen, wenn man den unterk&uuml;hlten britischen Humor als Ma&szlig;stab nimmt. Auf den Hauptrollen sitzen Luke Treadaway und Natalia Tena. Ersterer hat bislang keinen Film verbrochen, der &uuml;berragend ber&uuml;hmt geworden w&auml;re, letztere hat in den Harry-Potter-Filmen die Nymphadora Tonks gespielt und ist ansonsten viel als Musikerin mit ihrer Band Molotov Jukebox unterwegs. Molotov Jukebox fiel letztens durch den Versuch auf, an einem Tag 1000 one-on-one-Konzerte &uuml;ber den Onlinedienst Chatroulette zu geben. Als problematisch erwies sich dabei, dass die Nutzerbasis von Chatroulette mit Masse aus Perversen und Exhibitionisten besteht, so dass zun&auml;chst wenig verwertbares Videomaterial dabei herumkam. Es griff dann Plan B, &quot;liebe Fans, schickt uns euer Videomaterial von unserem Auftritt&quot;. Das Ergebnis kann man sich  bei Youtube ansehen .
 
 
Worum geht es bei You Instead? Adam (gespielt von Treadaway), S&auml;nger des erfolgreichen Rock-Duos &quot;The Make&quot;, und Morello (Nat Tena) von der Femrock-Truppe &quot;The Dirty Pinks&quot; geraten zu Beginn des Festivals im Streit aneinander. Ein mysteri&ouml;ser Prediger taucht auf, fesselt die beiden mit Handschellen aneinander und haut mit dem Schl&uuml;ssel ab. Alle Versuche, die beiden durch Anwendung roher Gewalt wieder zu trennen, scheitern einstweilen, so dass die beiden Morellos Gig gemeinsam absolvieren m&uuml;ssen. Zu den beiden geh&ouml;rt jeweils noch ein Girlfriend bzw. Boyfriend, die sich irgendwann beide sagen &quot;das kann doch wohl nicht wahr sein&quot;, zumal die zwei handschellenm&auml;&szlig;ig Verbundenen bald entdecken, dass sie mehr verbindet als blankes Metall. 
 
 
Das Besondere an You Instead ist, dass der Film zu 100 % &quot;on location&quot; auf dem &quot;T in the Park&quot; 2010 gedreht wurde. Das bedeutete, dass insgesamt nur f&uuml;nf Drehtage zur Verf&uuml;gung standen, und die Sache entweder funktionieren oder spektakul&auml;r scheitern musste. Dieses &quot;guerilla filmmaking&quot; macht nat&uuml;rlich den besonderen Reiz des Films aus, erwies sich aber nat&uuml;rlich auch als Fluch. Einerseits gelang es, inmitten des Festival-Betriebes spontan einige g&uuml;nstige Gelegenheiten zu ergreifen, die in keinem Drehbuch standen. Andererseits reagieren nat&uuml;rlich Festival-Besucher, die sich unerwartet als Statisten in den Dreharbeiten wiederfinden, nicht unbedingt professionell und haben sicherlich die eine oder andere Szene einfach mal gesprengt. Wie man h&ouml;rte, wurde der Film noch w&auml;hrend der 5 Tage heftigst umgeschrieben, und wahrscheinlich die eine oder andere Szene einfach mal durch einen Schwenk auf das Festival-Publikum ersetzt, um auf L&auml;nge zu kommen.
 
 
Festival-Atmosph&auml;re gibt es also reichlich, insbesondere Schlamm, M&uuml;ll und N&auml;sse. Auch sonst macht der Film durchaus einiges richtig. Wenn Morello und Adam gezwungenerma&szlig;en gemeinsam auf der B&uuml;hne stehen, Morello ihre Nummer durchzieht, aber Adam viel lieber &quot;Tainted Love&quot; spielen will und einfach mal frech in die Tasten greift, kommt fast das Gef&uuml;hl r&uuml;ber, dass hier gerade gro&szlig;e Kunst entsteht. Als es Nacht wird auf dem Festival, hat diese in bester britisch-shakespearehafter Tradition offensichtlich einen profunden Einfluss auf die durch die Handschellenaktion aus der Bahn geworfenen Bestandteile von The Make und den Dirty Pinks. Auch das ist gut gelungen. Insgesamt ist der Film mit 77 Minuten aber &auml;u&szlig;erst kurz geraten, was u.a. an den genannten Herausforderungen der Produktion gelegen haben d&uuml;rfte. Trotzdem ist insgesamt auch die Story etwas d&uuml;nn geraten. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass irgendjemand nach 60 Minuten fertiggestelltem Film gesagt hat &quot;wir brauchen jetzt noch ein retardierendes Moment&quot;. Der Dialog geht manchmal in der Musik unter (das ist ja Konzertg&auml;ngern kein grunds&auml;tzlich fremdes Problem...), die praktisch st&auml;ndig im Hintergrund dudelt, aber viel Text haben die beiden verketteten Rockstars ohnehin nicht. Es empfiehlt sich daher, die Untertitelung einzuschalten. Weitere Sprachen oder Untertitel gibt es nicht, da der Film vor allem f&uuml;r den lokalen Markt gemacht wurde.
 
 
F&uuml;r kleines Geld bekommt man mit You Instead einen kurzen Film mit viel Rock'n'Roll und Festival. Kein ganz gro&szlig;es Kino, aber der Film hat schlichten Charme durch die innovative Idee, auf einem echten Festival gedreht worden zu sein.
  
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 <id>tag:www.echoray.de,2011-11-06:419</id>
 <title>Gut gegen Nordwind</title> 
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 <updated>2011-11-06T13:12:03+01:00</updated> 
 <summary type="text"> 
 &amp;quot;Schreiben ist wie K&amp;uuml;ssen mit dem Kopf&amp;quot;   
 
 
Gestern haben sich zwei recht namhafte Schauspieler in die 
Kreisstadt mit den markanten Kreisverkehren verirrt, Aglaia ...</summary> 
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<dc:subject>
Darstellende Kunst 
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 &quot;Schreiben ist wie K&uuml;ssen mit dem Kopf&quot;   
 
 
Gestern haben sich zwei recht namhafte Schauspieler in die 
Kreisstadt mit den markanten Kreisverkehren verirrt, Aglaia Szyszkowitz 
und Walter Sittler. Gespielt wurde das St&uuml;ck &quot;Gut gegen Nordwind&quot; nach 
dem gleichnamigen Buch von Daniel Glattauer. Dieses hatte eine recht 
innovative literarische Form - es besteht zum allergr&ouml;&szlig;ten Teil aus 
e-Mails, die sich die Protagonisten Emmi und Leo gegenseitig schicken. 
Kann man so einen Stoff auf die B&uuml;hne bringen? Ja, man kann - sogar ohne
dass irgendjemand im Laufe des St&uuml;cks die Tastatur eines Computers 
anfassen m&uuml;sste. Die Schauspieler formulieren ihre e-Mails &uuml;berwiegend 
frei in den Raum. Der Laptop ist nur Requisit, mit der vornehmsten 
Aufgabe, in manch schwerer Minute die Schauspieler in bedeutungsvolles 
schwaches Licht zu tauchen. Das B&uuml;hnenbild ist recht schlicht. Rechts 
die Bude von Leo mit Tisch, Stuhl, Sandsack und einer markanten Flasche 
Gerolsteiner Naturell, links das Zimmer von Emmi, mit Tisch, Stuhl und 
einem Bett zum drauf r&auml;keln - das St&uuml;ck lebt schlie&szlig;lich auch ein 
bisschen davon, dass Frau Szyszkowitz auch im bald etwas reiferen Alter 
noch gut in Form ist. Zwischen den beiden Lebenswelten eine halb 
hervorgezogene Trennwand. Die Wand ist das vielleicht wichtigste 
B&uuml;hnenelement des ganzen Theaterst&uuml;cks. Manches Mal m&uuml;ssen die beiden 
Schauspieler quasi &quot;gegen die Wand spielen&quot;. Man h&ouml;rt den anderen, aber 
sieht ihn nicht. Durch die Wand sind Emmi und Leo sich zwar irgendwie 
sehr nah, und doch so fern. Habe ich schon erw&auml;hnt, dass die Wand 
ziemlich metaphorisch ist???
 
 
Durch einige fehlgeleitete e-Mails 
finden Emmi und Leo in diesem Setting zueinander. Alsbald werden intime 
Phantasien ausgetauscht, aus den schriftlichen Mitteilungen entsteht 
jeweils das Idealbild eines Partners. Kann die Wirklichkeit dem 
standhalten? Durch einige Irrungen und Wirrungen kriegen die beiden kein
vern&uuml;nftiges Treffen auf die Kette, so dass die Beziehung rein im 
Virtuellen verbleibt. Emmi ist verheiratet, sucht aber ein Abenteuer 
(auch wenn sie lange braucht, sich das selbst einzugestehen). Leo hat im
Grunde genug Anstand, die Finger von verheirateten Frauen zu lassen, 
aber irgendwann &quot;&uuml;bermannt&quot; es ihn buchst&auml;blich. Die beiden k&ouml;nnen 
sprichw&ouml;rtlich nicht miteinander, und ohneeinander auch nicht. Und dann 
ist da auch noch Emmis Ehemann, der irgendwann mitbekommt, was seine 
Frau da mittels Computer treibt. Er bleibt im Theaterst&uuml;ck k&ouml;rperlos, 
tritt auch nur per e-Mail in Erscheinung, und hat sein eigenes Problem 
messerscharf erkannt: Das Idealbild des schriftlich-virtuellen Leo ist 
so perfekt, dass es keine Angriffsfl&auml;che bietet. So kann man nicht um 
seine Partnerin k&auml;mpfen... Die beiden m&ouml;gen sich doch bitte endlich 
treffen, damit die Idealbilder von der Realit&auml;t eingeholt werden. Dies 
f&auml;llt den beiden in Textform verkehrenden Turteltauben allerdings 
unendlich schwer.
 
 
Das St&uuml;ck endet wie die Buchvorlage offen. Der 
Autor Glattauer hat noch einen zweiten Teil mit Happyend nachgelegt. Die
beiden Schauspieler wussten sp&auml;ter im Foyer beim B&uuml;chersignieren, dass 
auch dieser Teil ins Theater kommen wird. Allerdings leider nicht mit 
Sittler und Szyszkowitz - &quot;wir haben zuviel zu tun&quot;. Die Tournee der 
beiden neigt sich jetzt dem Ende zu, am Jahresende soll Schluss sein mit
Gut gegen Nordwind. In der Werbung im Vorfeld des St&uuml;cks u.a. auf 
www.meschede.de wurden als Schauspieler f&uuml;r Gut gegen Nordwind noch 
Tanja Wedhorn und Oliver Mommsen beworben. Immerhin wurden aber sp&auml;ter 
korrekterweise Sittler/Szyszkowitz plakatiert. Kann mir jemand sagen, 
was es damit auf sich hat? Gibt es noch eine zweite Theatertruppe, die 
mit dem St&uuml;ck durchs Land tourt? F&uuml;r das Duo Wedhorn/Mommsen w&auml;re ich 
aber wahrscheinlich nicht ins Theater gegangen. 
 
 
Bei den 
entscheidenden Szenen wurde das St&uuml;ck mit Musik u.a. von PeterLicht 
untermalt (&quot;R&auml;ume r&auml;umen&quot;). Bei dem Lied bin ich mir zwar ziemlich sicher, dass es eigentlich um Kapitalismuskritik geht (alles was PeterLicht macht ist im Grunde Kapitalismuskritik), aber auch bedeutungsschwangere Momente in modernen B&uuml;hnenst&uuml;cken lassen sich damit begleiten. Sehr h&uuml;bsch. Erinnerte mich stilistisch ein 
wenig an &quot;Wartesaal&quot; von Bosse. 
 
Die Stadthalle war recht gut voll. Etwas naiv hatte ich daran 
geglaubt, dass sich mit so einem modernen Stoff vielleicht ein paar 
j&uuml;ngere Leute ins Theater locken lie&szlig;en. Stattdessen traf man doch 
wieder &uuml;berwiegend die &uuml;blichen Verd&auml;chtigen. Das Problem ist wohl das 
Medium Theater an sich. Die Pause zur Mitte des St&uuml;cks h&auml;tte man 
vielleicht etwas besser l&ouml;sen k&ouml;nnen. Nachher vermisste ich n&auml;mlich 
meine beiden namenlosen Sitznachbarn. Dass das St&uuml;ck als so grottig 
empfunden wurde, dass die beiden fluchtartig den Saal verlie&szlig;en, m&ouml;chte 
ich eigentlich nicht glauben. Also hat sie vielleicht die &uuml;berraschende 
Pause - zack, Vorhang zu - irritiert? Die Stadthalle hat doch 
Projektionstechnik, und die wurde ja im St&uuml;ck auch genutzt. Da h&auml;tte man
doch mal eben das P-Wort einblenden k&ouml;nnen, um sich nicht unabsichtlich
ein paar Zuschauern zu entledigen? 
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 <id>tag:www.echoray.de,2011-09-08:416</id>
 <title>Wanderwoche 2011 - was brachte es?</title> 
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 <updated>2011-09-08T20:51:34+02:00</updated> 
 <summary type="text"> 
Ich bin daran erinnert worden, dass ich dieses Jahr noch gar nicht &amp;uuml;ber die Wanderwoche gebloggt habe. Das hole ich hiermit pflichtschuldigst nach.
 
 
V&amp;ouml;llig gegen jede ...</summary> 
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<dc:subject>
Menschenansammlungen 
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Ich bin daran erinnert worden, dass ich dieses Jahr noch gar nicht &uuml;ber die Wanderwoche gebloggt habe. Das hole ich hiermit pflichtschuldigst nach.
 
 
V&ouml;llig gegen jede Wahrscheinlichkeit war es mir tats&auml;chlich gelungen, mich per Eisenbahn zum Startpunkt Bad Laasphe durchzuschlagen. Man f&auml;hrt von Meschede aus ja auch nur schlappe 5 Stunden - gewisserma&szlig;en immer um den Berg rum, den sie Rothaargebirge nennen. Zu Fu&szlig; gehen ist nur unwesentlich langsamer, wie sich im Laufe der Woche herausstellen sollte 
 
 
Diese Wawo war so klein und &uuml;berschaubar wie noch nie. Gut 40 wackere Wandersfrauen und -m&auml;nner machten sich auf den Weg von Bad Laasphe nach Meschede. Spirituelles Motto war diesmal &quot;Was bringts mir?&quot;. Dieses Jahr war ich erstmals als Gruppenleiter unterwegs. Das ist ein Job, den ich eigentlich vorbehaltlos weiterempfehlen kann, weil er so entspannt ist wie sonst kaum eine &quot;verantwortungsvolle&quot; Position. 
 
 
Am zweiten Tag habe ich dann selber eine Strecke vorgewandert. Weil ich ein Freund schlechter Witze zum Thema Zonengrenze bin, hatte ich einen Teil der Strecke &uuml;ber hessisches Gebiet gelegt. Okay, die zwei Kneipen am Weg waren auch ein Kriterium. Aber wie sollte ich ahnen, dass sich der Wirt eines hessischen Gasthauses auf unglaubliche Weise zum Horst machen w&uuml;rde, weil er schlichtweg nicht erkannte, dass hier Umsatz zu machen gewesen w&auml;re, wenn er den Herd ausnahmsweise au&szlig;erhalb der geregelten Mittagszeiten angeheizt h&auml;tte? Immerhin bot er damit dankbaren Stoff f&uuml;r den bunten Abend... Dass es auch anders ging, zeigte Tage sp&auml;ter die Wirtin des wohl einzigen Gasthofs in Berlar. Sie &ouml;ffnete extra f&uuml;r uns ihre Kneipe, obwohl sie gerade dabei war, ihre Locken zu wickeln. Damit war sie in Sachen Servicequalit&auml;t ganz weit vorne.
 
 
     
Einer der Neuzug&auml;nge im Orgi-Team. Nur echt mit Helm und Krawatte.
 
 
     
Die wenigsten Teilnehmer werden es mitbekommen haben, aber in Hallenberg haben wir quasi in einem Baustofflager &uuml;bernachtet.
 
 
     
Bunter Abend, wegen fortgeschrittener Stunde leider schlechte Bildqualit&auml;t. Diese Truppe hatte wohl &quot;Genusstherapie&quot; und &quot;Apokalyptische Reiter&quot; auf dem Zettel und machte daraus einen Dinner-for-One-Verschnitt. Ein echtes Highlight.
 
 
     
Hier wird ein Pferdekopf nach Niedersfeld transportiert. Warum? Weil wir es k&ouml;nnen.
 
 
     
W&auml;hrend der Wawo erreichte uns die Nachricht vom Tode Loriots. Die Vorwanderer nach Niedersfeld waren offensichtlich gro&szlig;e Fans und bauten entlang der Route kleine &quot;Loriot-Contests&quot; ein. Bez&uuml;glich der bildhaften Ergebnisse bin ich auf das Nachtreffen gespannt.
 
 
     
&quot;Hier n&auml;chtigt ein Kanalarbeiter&quot;. 
 
 
Wegen akutem Personalmangel bei den Sanis bin ich dieses Jahr in einem Schnellkurs zum &quot;Blasenaufstecher&quot; ausgebildet worden. Entgegen anderslautenden Ger&uuml;chten haben alle von mir behandelten Patienten die Behandlung &uuml;berlebt.
 
 
Ebenfalls ein Erstlingswerk war dieses Jahr eine von mir abgehaltene Morgenrunde. Thema war &quot;Hoffnung&quot;. Daf&uuml;r habe ich einige &uuml;berraschend positive Kritiken abgefangen. Wir notieren also f&uuml;r n&auml;chstes Mal: Es gibt eine gewisse Nachfrage nach Morgenimpulsen, die sich eher an der historisch-kritischen Methode orientieren.
 
 
Und dann war stiller Tag. Eigentlich war es ein ziemlich lauter Tag. Der Vortrupp hatte es geschafft, dass sich fast alle Wanderer erstmal im Wald verirrten. Pl&ouml;tzlich war Ende Gel&auml;nde. Nun helft euch selbst... Mit meinem Navi habe ich ein paar Wanderer, die genug Vertrauen in die Technik hatten, wieder auf den rechten Weg gef&uuml;hrt. Der Rest der Mannschaft ging wie man h&ouml;rt wieder komplett zum Fu&szlig; des Berges zur&uuml;ck, um dann auf einem anderen Weg nochmal neu hochzukraxeln. Die Sache war auch ein sch&ouml;nes Beispiel f&uuml;r Gruppendynamik in Stresssituationen. In der Krise scharren sich die Schafe um denjenigen, der am besten den Eindruck erweckt, die Truppe aus dem Wald bringen zu k&ouml;nnen. Dieser erweckte Eindruck muss nicht notwendigerweise mit tats&auml;chlich vorhandenen Kartenlese-Skills korrelieren. Im Ergebnis hatte ich einen sehr einsamen stillen Tag. Selten habe ich wegen den Wegemarkierungen soviel geflucht wie auf dieser Etappe. Aber weil ich allein war, hat's nur der liebe Gott geh&ouml;rt... 
 
 
Ach ja, das Wasser in der Turnhalle der Benediktiner ist auch ein Jahr nachd er Wawo 2010 immer noch kalt. 
  
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 <id>tag:www.echoray.de,2011-06-05:415</id>
 <title>Mit dem Sonderzug zu den Matjestagen nach Emden</title> 
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 <updated>2011-06-05T13:38:15+02:00</updated> 
 <summary type="text"> 
Gestern ging es mit unserem Zug und der V 200 033 von Hamm/B&amp;ouml;nen nach Emden, wo dieser Tage der Start in die Matjessaison 2011 gefeiert wird.
 
 
    
 
 
Hier mal ein Blick in einen ...</summary> 
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<dc:subject>
Museumseisenbahn 
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Gestern ging es mit unserem Zug und der V 200 033 von Hamm/B&ouml;nen nach Emden, wo dieser Tage der Start in die Matjessaison 2011 gefeiert wird.
 
 
    
 
 
Hier mal ein Blick in einen unserer Wagen. Der Zug der Museumseisenbahn Hamm besteht aus mehreren dieser &quot;Umbauwagen&quot; der DB aus den 50er Jahren, zus&auml;tzlich ist eine zum Thekenwagen umgebaute alte &quot;Donnerb&uuml;chse&quot; eingereiht. W&auml;hrend man in der 2. Klasse wie man sieht auf Kunstleder sitzt (im Gegensatzzu vielen heutigen DB-Fahrzeugen gut gepolstert), darf sich die 1. Klasse (im Hintergrund erkennbar) &uuml;ber Stoffpolster und Armlehnen freuen. Als kleiner Seitenhieb an die Verantwortlichen bei DB Fernverkehr sei mal gesagt: Es kommt wohl immer&nbsp; drauf an, wie man sein Produkt vermarket. Es gibt sozusagen tats&auml;chlich einen Markt f&uuml;r Reisen in unklimatisierten alten Fahrzeugen - unser Zug war mal wieder restlos ausgebucht.
 
 
    
 
 
Fr&uuml;hmorgens, bevor der erste Fahrgast zugestiegen ist, sind hier die Eisenbahner der Museumseisenbahn Hamm unterwegs zum Zuganfangsbahnhof B&ouml;nen. Zu sehen ist der Bezirk Hde des Rangierbahnhofs Hamm. Immer wenn wir von unserem Bahnhof Hamm S&uuml;d auf die DB in die gro&szlig;e weite Welt wollen, m&uuml;ssen wir hier durch. 
 
 
    
 
 
Nach gut 3,5 Stunden Fahrzeit kamen wir in Emden an, auch eine versehentlich gezogene Notbremse konnte uns nicht wesentlich aufhalten. Auf dem Emder Hauptbahnhof fand eine Invasion der Eisenbahnfotografen statt, denn ebenfalls zu den Matjestagen angereist war der VEV Vienenburg mit seinem Zug, bespannt mit E18 047 des DB-Museums. Auf besonderen Wunsch eines Emder Fischfabrikanten wurde arrangiert, die beiden Loks &uuml;ber Mittag gemeinsam vor seiner Fabrik abzustellen. Man kennt sich und hilft sich, deshalb haben wir den Vienenburger Zug gerne mit der Diesellok in die fahrdrahtlose Ladestra&szlig;e gedr&uuml;ckt, damit sie dort Matjes f&uuml;r die R&uuml;ckfahrt bunkern konnten.
 
 
    
 
 
Stichwort Bunker. In Emden gibt es ein Bunkermuseum in der Innenstadt, das sich ironischerweise an diesem Tag krankheitsbedingt eingebunkert hatte. Ich w&uuml;nsche der Bunkerbesatzung an dieser Stelle gute Besserung.
 
 
    
 
 
DB Netz dazu zu bringen, Daten in die Zugzielanzeiger einzugeben, ist f&uuml;r Sonderzugveranstalter keine ganz leichte Aufgabe. In Emden schaffte man es immerhin, B&ouml;nen korrekt als Ziel anzuschlagen. Dass wir in Rheine halten w&uuml;rden, ist allerdings ein b&ouml;ses Ger&uuml;cht. Die Zeit bis zur Abfahrt wurde genutzt, zahlreichen fragenden Fahrg&auml;sten des auf Gleis 5 abfahrenden Regionalexpress nahezubringen, wo eigentlich die Weltstadt B&ouml;nen liegt. 
  
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 <id>tag:www.echoray.de,2011-01-24:414</id>
 <title>Die Sanshas kommen</title> 
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 <updated>2011-01-24T18:06:06+01:00</updated> 
 <summary type="text"> 
Seit mehreren Jahren spiele ich das Online-Multiplayer-Rollenspiel &amp;quot;EVE Online&amp;quot;. Ich habe allerdings noch nie dar&amp;uuml;ber gebloggt. Das &amp;auml;ndere ich jetzt. Anlass ist das gestrige ...</summary> 
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Computerzeug 
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Seit mehreren Jahren spiele ich das Online-Multiplayer-Rollenspiel &quot;EVE Online&quot;. Ich habe allerdings noch nie dar&uuml;ber gebloggt. Das &auml;ndere ich jetzt. Anlass ist das gestrige Live-Event. Da bei EVE sich alle Spieler auf dem selben Server befinden und es keine Instanzierung gibt, eignet sich EVE gut daf&uuml;r, besondere Events abzuhalten, bei denen die Spieler in die Handlung einbezogen werden k&ouml;nnen. Seit nunmehr einem Dreivierteljahr l&auml;uft nun ein Handlungsfaden rund um einen &uuml;beraus b&ouml;sen Widersacher, der gestern seinen vorl&auml;ufigen H&ouml;hepunkt gefunden hat.
 
 
In EVE Online bewegt man sich mit Raumschiffen in einer mehrere tausend Sonnensysteme umfassenden Galaxie. In dieser Spielwelt rivalisieren zahlreiche gro&szlig;e und kleine Machtbl&ouml;cke, davon einige spielergesteuert und einige als Nichtspieler-(NPC)-M&auml;chte. Den &quot;sicheren&quot; Teil des Universums, in dem vor allem Piraterie unter den Spielern durch eine Polizei (&quot;CONCORD&quot; genannt) bek&auml;mpft wird, bilden die Machtbl&ouml;cke Caldari/Amarr und Gallente/Minmatar (gemeinsam nennen wir sie das &quot;Empire&quot;). Wenn es CONCORD nicht g&auml;be, w&uuml;rden sich diese beiden Machtbl&ouml;cke wohl postwendend gegenseitig an die Gurgel gehen. Das sollte man im Hinterkopf haben, wenn man die Ereignisse von gestern Abend einordnen will.
 
 
In der Hintergrundgeschichte von EVE gab es eine Figur namens Sansha Kuvakei. Dieser Mann hatte bereits vor 100 Jahren die &quot;Sansha's Nation&quot;, einen utopischen Staat, gegr&uuml;ndet. Sein kleines schmutziges Geheimnis war, dass dieser Staat auf der Unterjochung kybernetisch implantierter &quot;True Slaves&quot; fu&szlig;te (wer sonst sollte die ganze Arbeit machen und Krieg f&uuml;hren?). Als dies bekannt wurde lie&szlig; man im Empire f&uuml;r kurze Zeit die inneren Konflikte ruhen, um Sanshas Unrechtsstaat von der Sternenkarte zu tilgen. Man glaubte bislang auch, dass dies im wesentlichen gelungen war. Kuvakei soll beim finalen Angriff auf seine letzte Festung get&ouml;tet worden sein. &Uuml;brig blieben nur zahlreiche True Slaves, die weiter stur die letzten Befehle des Meisters ausf&uuml;hren.
 
 
Soweit der Hintergrund. CCP Games hat sich nun diesen Herrn Kuvakei f&uuml;r den aktuellen Live-Event-Handlungsbogen ausgesucht. Inzwischen wei&szlig; man, dass Kuvakei vermutlich ziemlich lebendig ist und im Verborgenen am Wiederaufbau seiner Nation strickt. Dazu drangen seit Mai 2010 w&auml;hrend zahlreicher Live-Events immer wieder Sansha-Truppen ins Empire ein, um dort Leute von den Planeten zu entf&uuml;hren. Das englische Wort f&uuml;r ein solches Eindringen ist &uuml;brigens &quot;Incursion&quot;. Die Entf&uuml;hrten tauchen dann ein paar Tage sp&auml;ter als willenlose und dem Meister h&ouml;rige True Slaves wieder auf, um weitere Leute zu entf&uuml;hren. Kuvakei ist also ein durchaus dankbarer Gegner f&uuml;r uns Spieler von EVE Online, weil er so durch und durch b&ouml;se ist - es w&auml;re aber nicht EVE, wenn es nicht auch Spieler g&auml;be, die als Sansha-Loyalisten der Idee, die Galaxie zu versklaven, wohl durchaus etwas abgewinnen k&ouml;nnen. Sie unterst&uuml;tzten die Nation, wo sie k&ouml;nnen und k&auml;mpfen an ihrer Seite.
 
 
Was mir an den Sansha-Liveevents sehr gef&auml;llt ist, dass die Handlung nicht nur im Spiel, sondern auch Out-of-Game im Internet vorangetrieben wird. In Foreneintr&auml;gen, &quot;geleakten&quot; Dateien, per Twitter und speziellen Webseiten werden zum Beispiel Andeutungen zu Zeit und Ort der n&auml;chsten Incursion gemacht. Ein Beispiel f&uuml;r eine solche Internetseite ist der &quot; Fluid Router eo-NATION &quot;. Gestern deutete sich an, dass eine solche Incursion um 22 Uhr deutscher Zeit im Yulai-Sonnensystem stattfinden w&uuml;rde. Wer eine zeitlang EVE gespielt hat wei&szlig;, dass sich in Yulai das Hauptquartier von CONCORD befindet. Eine Incursion in diesem System ist quasi so, als ob die Russen pl&ouml;tzlich in Berlin st&uuml;nden. Deshalb habe ich an diesem Abend mal kein PvP im gesetzlosen Raum gemacht, sondern bin nach Yulai geflogen, um mal den Roleplaying-Gedanken hochzuhalten und die Show zu genie&szlig;en. 
 
 
    
 
 
Mein Schiff f&uuml;r diesen Abend. Ein Battleship der Scorpion-Klasse. Eine Plattform f&uuml;r elektronische Kriegsf&uuml;hrung. Diesen Schiffstyp benutzen wir im PvP, um die gegnerische Flotte blind zu machen. Heute an Bord: Systeme, um die Zielerfassung der Sansha zu st&ouml;ren und ihnen Energie abzusaugen. Ferner Cruise Missiles und gravimetrische Wellengeneratoren. 
 
 
    
 
 
Ei ei, wen haben wir denn da? Der lokale Chatkanal von Yulai vor Beginn der Incursion. In diesem speziellen Moment taucht kurz Slave Heavenbound02 im Chat auf. Er ist ein von CCP gesteuerter Sansha-Darsteller. An diesem Screenshot sind mehrere Dinge auff&auml;llig. Erstens sollten Darsteller anders als normale Spieler eigentlich nicht in der Liste des Local auftauchen. Aus irgendwelchen Gr&uuml;nden blitzen sie aber immer mal wieder kurz auf. Weiterhin zeigt mir mein Client bei Heavenbound ein kleines rotes Icon. Das steht normalerweise daf&uuml;r, dass der Spieler offline ist. In meiner Naivit&auml;t hatte ich einfach mal die ganze Sansha-Mischpoke in meine Kontaktliste aufgenommen, um Vorwarnungen f&uuml;r Incursions zu haben. Wie man sieht wird die Onlinemeldung bei CCP-Darstellern aber unterdr&uuml;ckt. Drittens achte man mal auf die Uhrzeit unten links. 20:42 Uhr. Um 21:00 Uhr sollte die Incursion laut den Hinweisen beginnen. Durch Heavenbounds Anwesenheit war nun klar, dass in Yulai etwas passieren w&uuml;rde. Ich &uuml;berlegte kurz, ob ich meine Entdeckung samt Screenshot im Chat oder in den Foren anpreisen sollte. Immerhin befand sich in den Systemen Saisio und Ikao, einige Spr&uuml;nge entfernt, eine mehrere hundert Mann starke Flotte der Hardcore-Rollenspieler von FCORD und dem Synenose Accord. Diese Jungs hatten ganz im Stil von &quot;wir wollen auf alles vorbereitet sein&quot; nicht in Yulai, sondern an zentralerer Stelle gesammelt. Wir w&uuml;rden sie aber gleich in Yulai brauchen.
 
 
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Aha, die Presse hat auch den Weg gefunden...
 
 
    
 
 
21:13 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt habe ich bereits einmal von Sansha-NPCs heftig auf die M&uuml;tze bekommen, weil ich in ihrer N&auml;he ein Wurmloch am Yulai-Stern mit gravimetrischen Wellen bearbeitet habe. Schild und ein Teil der Panzerung sind weg. Aber ich bin lebendig aus der Nummer rausgekommen. Jetzt nehme ich Kurs auf den Supercarrier von Heavenbound und das Wurmloch am zweiten Planeten.
 
 
    
 
 
Da ein weiteres Wurmloch am f&uuml;nften Planeten gemeldet wird, begebe ich mich dorthin. Wieder ist ein Revenant-Class-Supercarrier anwesend, gesteuert von Slave Endoma01. Die kleinen Kreuze um den SC herum sind &uuml;brigens Drohnen, die ihn ebenfalls beschie&szlig;en. Mit einer Hand feuere ich jetzt Raketen auf den SC, mit der anderen beharke ich das Wormhole mit gravimetrischen Wellen. Damit ziehe ich Beschuss von Endoma auf mich. F&uuml;r einen Supercarrier eigentlich recht wenig. Aber genug, um besser zu verschwinden.
 
 
    
 
 
Auch dem gro&szlig;en Meister scheinen die Dronen langsam l&auml;stig zu werden.
 
 
    
 
 
Wir kommen langsam dahinter, was die Sansha in Yulai &uuml;berhaupt vorhaben. Sie wollen mit Material aus dem Yulai-Stern eines ihrer tempor&auml;ren Wurml&ouml;cher permanent stabilisieren.
 
 
    
 
 
Hier nochmal so ein kleiner Chatfehler, der mir drei Sansha-Darsteller preisgibt. Ich bin am 11. Planeten an einem Wormhole zugange. Die Bombardierung mit gravimetrischen Wellen hat sich bei vergangenen Events als Weg bew&auml;hrt, den Sansha unerwarteterweise den R&uuml;ckweg abzuschneiden.
 
 
    
 
 
Mein Schiff und ein Raven-Class-Battleship eines anderen Spielers hautnah am Wormhole. Meister Kuvakei gibt bekannt, dass irgendetwas schiefgegangen ist. Der SC von Slave 32152 wurde wohl zerst&ouml;rt. 
 
 
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Der Lebenslauf von Slave Endoma01. CCP hat sogar Sinn f&uuml;r die Details. Slave Endoma hie&szlig; bis zum 16. Mai 2010 noch Sutola Endoma und arbeitete bei CONCORD. Dann hat sie sich w&auml;hrend einer Incursion versehentlich als Sansha-Spion selbst enttarnt. Das war eine der unerwarteten Wendungen der Sansha-Events. Irgendein Spassvogel hat 6666 ISK Kopfgeld auf sie ausgesetzt. 
 
 
Ich bin mal wieder auf Tuchf&uuml;hlung mit Heavenbound. Auch dieser Sansha-Commander hat eine interessante Geschichte. Zu einem Zeitpunkt, als CCP zu dem Schluss kam &quot;wir brauchen mal mehr verschiedene Sansha-Charaktere bei den Incursions&quot; hatte ein Rollenspieler mit Nachnamen Heavenbound einen Thread aufgemacht &quot;Buhu, meine ganze Familie haben sie entf&uuml;hrt&quot;. Das hat man bei CCP gelesen, und Slave Heavenbound02 war geschaffen. Es gab dann bei einigen Events ein paar nette Dialoge zwischen dem Slave und dem Rollenspieler.
 
 
    
 
 
Hier mal ein Screenshot eines Revenant ganz ohne st&ouml;rende Bedienelemente. Das kleine Kr&ouml;ppzeug rundherum sind keine Schiffswracks, sondern Spieler-Schiffe - einige davon selbst mehrere hundert Meter gro&szlig;. Wenn wir als Spieler so einen Supercarrier bauen wollen, m&uuml;ssen dazu eine Menge Leute erstmal wochenlang mit Lasern auf Steine schie&szlig;en, um an gen&uuml;gend Erze ranzukommen. 
 
 
    
 
 
Infoblatt zum Sansha Revenant. Blaupausen f&uuml;r das Schiff werden in begrenzter Zahl unter die Teilnehmer der Live-Events gestreut. Wie ich erfuhr hat auch meine Spieler-Koalition gestern einige erbeutet.
 
 
    
 
 
Der Meister hat fertig. Dieses Mal hat die Nation gewonnen und ihre Ziele erreicht. Der Kampf verlagert sich jetzt von Yulai in das Sonnensystem Promised Land - dieses hat wohl wegen seines Namens auf Kuvakei eine gewisse Anziehungskraft.
 
 
    
 
 
...zwischenzeitlich am Planeten 5. Sutola Endoma ist in Schwierigkeiten. Durch st&auml;ndiges Rammen des Supercarriers haben wir sie bereits 263 km vom rettenden Wurmloch weggetrieben. Bei der Bek&auml;mpfung von Capitalships eine g&auml;ngige Taktik. Dauerndes Rammen macht zwar keinen Schaden, verhindert aber ein Ausrichten des Opfers zum Warpen. So kann er nicht weg. Endomas Hoffnung, dass ihr Meister sie rettet, wird sich nicht erf&uuml;llen. Sie wird in Yulai vernichtet werden. Macht aber nichts. So wie wir Spieler auch, hat sie einen Klon, der n&auml;chstens f&uuml;r sie einspringen kann. Sutola Endoma wird uns also erhalten bleiben.
 
 
Da es schon sp&auml;t war und Promised Land dar&uuml;ber hinaus im Niedrigsicherheitsgebiet liegt, bin ich an dieser Stelle nach Hause geflogen. Nicht dass ich ein Kind von Traurigkeit w&auml;re - ich operiere t&auml;glich im Nullsicherheitsgebiet. Aber nach 23 Uhr in piratenverseuchtem unbekanntem Gebiet zu fliegen - das k&ouml;nnen andere machen.
 
 
Das Endergebnis der Schlacht von Yulai waren zwar einige tote Sansha-Supercarrier, die Nation konnte ihre Ziele aber im wesentlichen erreichen und ein Wurmloch stabilisieren, das sie f&uuml;r zuk&uuml;nftige Angriffe nutzen kann.
  
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 <id>tag:www.echoray.de,2010-12-12:413</id>
 <title>echoray begeht Republikflucht</title> 
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 <updated>2010-12-12T21:04:28+01:00</updated> 
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Computerzeug 
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&quot;1378 (km)&quot; ist ein Kunstprojekt, das derzeit in den Medien Wellen schl&auml;gt. Es handelt sich um ein Computerspiel, ein kleines &quot;Ballerspiel&quot;, das an der ehemaligen innerdeutschen Grenze spielt. Es treten an: Bewaffnete DDR-Grenztruppen gegen unbewaffnete Republikfl&uuml;chtlinge. Weil man also auf wehrlose Zivilisten schie&szlig;en kann, gab es im Vorfeld der Ver&ouml;ffentlichung einen ziemlichen Aufschrei von DDR-Opferverb&auml;nden und der Bildzeitung (&quot;Wird das widerw&auml;rtige DDR-Ballerspiel verboten?&quot;). Im Gegensatz zur Mehrheit dieser Schreih&auml;lse, bei denen bei den Stichworten DDR und Ballerspiel Refelexe wie beim pawlowschen Hund einsetzen, habe ich mal die 4,99 EUR investiert, die Half-Life 2 Deathmatch bei Steam kostet (1378 km ist ein Mod daf&uuml;r, und kein eigenst&auml;ndiges Spiel), und mir die Sache mal selbst angesehen.
 
 
    
 
 
Es geht los. Th&uuml;ringen, der Wald am &quot;Fulda Gap&quot;. Wir nehmen Kurs auf den DDR-seitigen Zaun.
 
 
   
 
 
Alle paar Minuten spawnt ein Loch im Zaun. Dieses gilt es zu finden und auszunutzen.
 
 
   
 
 
Wir sind im Todesstreifen. Jetzt aber flinke F&uuml;&szlig;e...
 
 
   
 
 
Zu dieser Stelle sollte man sich orientieren. Die Betonbl&ouml;cke sind un&uuml;berwindbar, aber an den Panzersperren hat man eine Chance. Im Hintergrund der BRD-seitige Zaun. Es droht noch eine gro&szlig;e Gefahr: Die &quot;Selbstschussanlagen&quot; SM-70, hier schwach am Zaun erkennbar.
 
 
   
 
 
Auch hier muss man wieder warten, bis ein Loch im Zaun spawnt. Die Tore zum Westen stehen weit offen.
 
 
   
 
 
Ein letzter Blick zur&uuml;ck.
 
 
   
 
 
Nach erfolgreicher Flucht wird man in diese 70's-Style Bude teleportiert. Das war's dann, und man kann sein Gl&uuml;ck erneut versuchen. 
 
 
Den Part der Grenzer zu bebildern spare ich mir mal. Diese Jungs haben die Wahl, die Fl&uuml;chtenden entweder zu erschie&szlig;en (die Abschlu&szlig;szene ist dann ein Mauersch&uuml;tzenprozess), zu verhaften, oder auch selbst in den Westen abzuhauen. Das ist alles. 
 
 
Das Spiel ist in Wirklichkeit gar kein Spiel, sondern tats&auml;chlich eher ein Kunstprojekt. Es k&ouml;nnte ein Spiel werden, wenn man den Fl&uuml;chtlingen irgendwie die M&ouml;glichkeit einr&auml;umen w&uuml;rde, ihre L&ouml;cher in den Zaun selbst schneiden zu k&ouml;nnen. So wie das Spiel aber derzeit ist, sind sie schlicht zur Passivit&auml;t verdammt. L&ouml;cher tun sich an nicht vorhersehbaren Stellen auf - oder auch nicht. Die Kritiker sollten sich beruhigen. Es ist nicht zu erwarten, dass emotional fehlgeleitete Ballerspielkonsumenten k&uuml;nftig in gro&szlig;em Stil Jagd auf wehrlose Fl&uuml;chtlinge machen. Denn nach zwei oder dreimal hat man als Fl&uuml;chtling schlicht keine Lust mehr, sich den Zuf&auml;llen der spawnenden Zaunl&ouml;cher auszuliefern und loggt sich aus. 
  
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 <id>tag:www.echoray.de,2010-11-29:412</id>
 <title>Die 200-Seiten-Lohnabrechnung</title> 
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 <updated>2010-11-29T20:28:20+01:00</updated> 
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&amp;Uuml;berraschenderweise erreichte die Lohnabrechnung f&amp;uuml;r den Monat November unsere Firma nicht wie &amp;uuml;blich per Brief, sondern mit dem Paketdienst DPD. Das Rechenzentrum der DATEV ...</summary> 
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Zentrum der Arbeit 
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&Uuml;berraschenderweise erreichte die Lohnabrechnung f&uuml;r den Monat November unsere Firma nicht wie &uuml;blich per Brief, sondern mit dem Paketdienst DPD. Das Rechenzentrum der DATEV hatte ein dickes Paket geschn&uuml;rt. Drin waren gesch&auml;tzte 200 Seiten Papier. Dabei haben wir nur 10 Mitarbeiter und kommen f&uuml;r gew&ouml;hnlich mit etwa 25 Seiten aus... Die DATEV hatte die Lohnabrechnung offenbar in achtfacher Ausfertigung gedruckt. Ein Anruf beim Steuerberater kl&auml;rte die Frage nach dem Warum: Die Leitung zur DATEV war wohl mal wieder besonders lang, da hatte er achtmal auf den Absenden-Knopf geklickt, weil aus unerfindlichen Gr&uuml;nden keine R&uuml;ckmeldung kam.
 
 
Die Senior-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung war leider nicht daf&uuml;r zu begeistern, mal ein Foto von dieser au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Abrechnung zu machen und hat 7 Ausfertigungen mitsamt der Verpackung alsbald vernichtet. Man muss schon ein Kind des Internetzeitalters sein, um der Sache noch Humor abgewinnen zu k&ouml;nnen. Bei mir hat das Ding n&auml;mlich sofort Assoziationen an die  300 page iphone bill  geweckt. Aber weil ich die 200-seitige Lohnabrechnung nicht fotografieren und auf Video bannen durfte, werde ich jetzt nicht ber&uuml;hmt und muss weiter Schinken verkaufen ;-(
  
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 <id>tag:www.echoray.de,2010-11-21:411</id>
 <title>Umzug</title> 
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 <updated>2010-11-21T16:16:05+01:00</updated> 
 <summary type="text">Um die Leser meiner privaten Homepage nicht l&amp;auml;nger mit Eisenbahn-Fachchinesisch zu erschrecken, wurden meine bahnfachlichen Artikel auf  bahn.echoray.de  verschoben. Reiseberichte und Artikel ...</summary> 
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Museumseisenbahn 
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 Um die Leser meiner privaten Homepage nicht l&auml;nger mit Eisenbahn-Fachchinesisch zu erschrecken, wurden meine bahnfachlichen Artikel auf  bahn.echoray.de  verschoben. Reiseberichte und Artikel f&uuml;r Nicht-Eisenbahner bleiben hier an dieser Stelle. 
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 <id>tag:www.echoray.de,2010-10-11:409</id>
 <title>Zur Weinprobe an die Ahr</title> 
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 <updated>2010-10-11T12:45:20+02:00</updated> 
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Menschenansammlungen 
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Meine Museumseisenbahn denkt gerade dar&uuml;ber nach, wie denn wohl alte Eisenbahn und Web 2.0 zusammengebracht werden k&ouml;nnen. Vielleicht wird zuk&uuml;nftig ganz offiziell live aus dem Zug der Museumseisenbahn Hamm getwittert... Bis es tats&auml;chlich soweit ist nutze ich mal meinen eigenen Kanal ins Web 2.0 und berichte von unserer gestrigen Sonderfahrt ins Ahrtal.
 
 
    
 
 
Das ist das Prunkst&uuml;ck unseres Vereins, die V 200 033. Hier vor der Abfahrt in Hamm Hbf. Mit unserem 50er-Jahre-Wagenpark ging es mit Halt in B&ouml;nen, Unna und Bonn in das Ahrtal, wo am 10. Oktober in mehreren Orten Weinfeste stattfanden.
 
 
    
 
 
Gleis 13 in Hamm ist so etwas wie das Gleis 9 3/4 in King's Cross: F&uuml;r Muggel nicht ohne weiteres erkennbar.
 
 
Neben den &quot;normalen&quot; Fahrg&auml;sten auch im Zug: Eine Gruppe von Engl&auml;ndern. Wenn ich sie kurz beschreiben m&uuml;sste w&uuml;rde ich sagen &quot;die Freunde des Maybach-Motors&quot;. Diese Leute reisen quer durch Europa, um dem satten Sound der Motoren von Maybach zu lauschen (diese Firma ging in den 60er Jahren zun&auml;chst im Daimler-Benz-Konzern und sp&auml;ter im Unternehmen MTU auf). Unsere V 200 033 ist da besonders qualifiziert, denn sie hat gleich zwei Maybach-Motoren, und auch die Getriebe sind von Maybach. Unter den Eisenbahnfreunden sind diese Engl&auml;nder also nochmal eine Sorte mit einem ganz speziellen Fetisch. Ich hatte die Gelegenheit, w&auml;hrend der Fahrt den Organisator dieser Touren zu befragen, was das mit dem Maybach-Sound denn soll. &quot;It's a very english thing&quot; antwortete er. &quot;Yes, indeed!&quot; kann ich da nur sagen...
 
 
Unsere Fahrt begann buchst&auml;blich &quot;p&uuml;nktlich wie die Bundesbahn&quot;. Nur die Anlieferung von 130 frischen Br&ouml;tchen durch einen externen Dienstleister in B&ouml;nen m&uuml;ssen wir nochmal &uuml;ben lassen... Gewiss, es ist ein ungew&ouml;hnlicher Wunsch, dass jemand Br&ouml;tchen auf den Bahnsteig geliefert haben m&ouml;chte, aber wenn wir sagen &quot;Bahnsteig&quot;, dann meinen wir auch Bahnsteig und nicht &quot;vor dem Bahnhof&quot;. &Uuml;ber Wuppertal und K&ouml;ln-Kalk ging es &uuml;ber die K&ouml;lner S&uuml;dbr&uuml;cke nach H&uuml;rth-Kalscheuren, wo wir in die Linke Rheinstrecke einf&auml;delten. Leider kamen wir erstmal nur bis kurz hinter Br&uuml;hl, wo wir auf freier Strecke gestoppt wurden. Nothaltauftrag. Zun&auml;chst ohne weitere Begr&uuml;ndung. Kurze Zeit sp&auml;ter stellt sich heraus, dass der unmittelbar vor uns fahrende Zug einen Menschen &uuml;berfahren hat. Das bedeutet nat&uuml;rlich auch, dass es f&uuml;r etwa 2 Stunden nicht geradeaus in Richtung Bonn weitergeht. Also erstmal den Zug die paar hundert Meter bis Br&uuml;hl zur&uuml;cksetzen. Das hat f&uuml;r unsere Fahrg&auml;ste den Vorteil, dass sie sich dort am Bahnsteig die Beine vertreten k&ouml;nnen. Zusammen mit der zust&auml;ndigen Betriebszentrale der DB Netz f&auml;llt die Entscheidung, unseren Zug &uuml;ber H&uuml;rth-Kalscheuren und Euskirchen nach Bonn umzuleiten. Im Nachhinein muss man anerkennend sagen: Die Sache entwickelte sich zu einem Lehrbeispiel f&uuml;r reibungslose Zusammenarbeit im St&ouml;rungsfall zwischen DB Netz und uns als Eisenbahnverkehrsunternehmen. Die beteiligten Fahrdienstleiter waren fit, freundlich, schnell und flexibel. Als wir in Br&uuml;hl Gbf ankamen hatte die BZ bereits unseren Umleitungsfahrplan nach Br&uuml;hl gefaxt, so dass es sofort weitergehen konnte. Die Unterlagen wurden kurzerhand vom Fdl Br&uuml;hl vom T&uuml;rmchen runtergeworfen und unten von unserem Lokf&uuml;hrer aufgefangen. Der Fdl Euskirchen lie&szlig; uns noch vor der Regionalbahn auf die Strecke (die ja an jeder Milchkanne anh&auml;lt und deshalb eine niedrigere Durchschnittsgeschwindigkeit hat als unser Zug, dessen historische Wagen f&uuml;r 90 km/h gut sind). So stellt man sich das vor. 
 
 
    
 
 
Unsere Lokomotive beim Umsetzen in Br&uuml;hl.
 
 
    
 
 
Das Schlussignal steckt, es ist alles bereit f&uuml;r die Fahrt zur&uuml;ck nach H&uuml;rth. 
 
 
Mit +140 Versp&auml;tung wurde schlie&szlig;lich Bonn erreicht. Von dort ging es weiter nach Remagen und dann rechts ab &quot;in die Wildnis&quot;. Die Orte Ahrweiler, Dernau, Mayschoss und Altenahr luden unsere Fahrg&auml;ste zu verschiedenen Aktivit&auml;ten rund um den Wein ein. Ich selbst bin in Altenahr ausgestiegen, um ein St&uuml;ck dem &quot;Rotweinwanderweg&quot; zu folgen.
 
 
    
 
 
Wenn man mal 5 Minuten in Altenahr-City verbracht hat, springt einem das grundlegende Problem der Ahrd&ouml;rfer f&ouml;rmlich ins Gesicht: Diese Orte sind offensichtlich zu einer Zeit gebaut worden, als der Verkehr noch mit Kutschen abgewickelt wurde und insgesamt &uuml;berschaubar war. Die B&uuml;rgersteige sind f&uuml;r den heutigen Touristenandrang in der Weinsaison viel zu schmal. Im Grunde m&uuml;sste man die H&auml;user entlang der Hauptstra&szlig;e einmal komplett abrei&szlig;en und die Stra&szlig;e mit breiten B&uuml;rgersteigen neu bauen.
 
 
    
 
 
Da hatte jemand richtig Durst beim Aufstieg zur Burg Are. 
 
 
Das Highlight in Altenahr ist neben dem Wein sicherlich die Burg Are. Ich kann wirklich nur empfehlen, sich mal die M&uuml;he zu machen und bis ganz oben auf den Bergfried zu kraxeln. Die Aussicht auf die imposante Landschaft im Ahrtal entsch&auml;digt f&uuml;r alle Anstrengungen.
 
 
    
 
 
    
 
 
Hier sehen wir zwei Bahnbr&uuml;cken in Altenahr. Die eine tr&auml;gt das Gleis der Ahrtalbahn, die andere nur ein paar B&uuml;sche. Ich bin mir im Moment nicht sicher, ob die Ahrtalbahn fr&uuml;her mal zweigleisig war, oder ob ein Ausbau geplant aber nicht bis zu Ende umgesetzt wurde. Auch in Mayschoss existiert neben dem Bahntunnel eine zweite Tunnelr&ouml;hre, die heute als Fahrrad/Fu&szlig;g&auml;ngertunnel genutzt wird, aber bestimmt f&uuml;r die Eisenbahn gebohrt wurde.
 
 
Der Rotweinwanderweg verbindet einige der Ahrd&ouml;rfer miteinander. Ich bin ihn von Altenahr nach Mayschoss gegangen. Mehr war wegen des verk&uuml;rzten Aufenthalts im Ahrtal wegen der Streckensperrung leider nicht m&ouml;glich. Der Wanderweg lie&szlig; sich erst ganz gut an. Nach ein paar hundert Metern kam schon der erste Verkaufsstand am Wegesrand, wo einem Federwei&szlig;er und Federroter kredenzt wurde. Dazu ein Weg, der bei strahlendem Sonnenschein hoch &uuml;ber den Weinbergen auf dem H&uuml;gelkamm entlangf&uuml;hrt. Leider erf&uuml;llte sich meine Hoffnung, in kurzen Abst&auml;nden weitere Weinchen kippen zu k&ouml;nnen, nicht. Den n&auml;chsten Wein gabs erst in Mayschoss. Wenn ich mehr Zeit gehabt h&auml;tte w&auml;re ich gerne noch bis Dernau gewandert. Auf jeden Fall eine gute Idee, dieser Rotweinwanderweg.
 
 
Abends ging es dann wieder Richtung Heimat. Auf dem Weg dorthin war allerdings bahnbetrieblich noch eine Sache zu erledigen: Durch unser Kopfmachen in Euskirchen w&auml;re unser Zug falschrum in Hamm angekommen, was wegen &ouml;rtlicher Besonderheiten auf unserer Strecke Hamm-Lippborg nicht geht. Das wurde kurzerhand in K&ouml;ln-West durch erneutes Umfahren mit der Lok richtiggestellt.
 
 
Der Aufenthalt an der Ahr fiel zwar wegen der Umleitung des Zuges k&uuml;rzer aus als geplant, aber ich denke doch, dass uns die Fahrg&auml;ste gewogen bleiben. Die n&auml;chste &ouml;ffentliche &quot;gro&szlig;e Fahrt&quot; unseres Zuges findet am 11. Dezember in bew&auml;hrter Manier statt. Ziel ist dann die Hansestadt Bremen mit dem Weihnachtsmarkt.
  
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