Life Is Strange Episode 4 – Max Caulfield: Leichen pflastern ihren Weg

Wie sich rausstellte, war mein erster Gedanke richtig: „Diese neue Zeitlinie ist ohne Zukunft!“ – es gibt in dieser Timeline wenig, für dass es sich lohnen würde, dort länger zu verweilen. Man rate mal, wer in der neuen Zeit die best buddies von Max sind… Aber wenn man denkt, es geht nicht schlimmer als eine querschnittgelähmte Chloe: Doch, es geht noch schlimmer. Der Entwickler Dontnod setzt routiniert noch einen drauf. Nicht weniger habe ich erwartet. Ich bin gespannt, wie die Letsplayer auf Youtube sich an der Stelle jeweils entscheiden.

Nachdem ich jetzt die Ep. 4 durchgespielt habe, sind mir zwei Dinge aufgefallen: Erstens habe ich in dieser Episode viel weniger als sonst üblich die Zeit zurückgedreht. Ich bin wohl eher ein Spieler vom Typ „im Zweifel – laufen lassen“. Das trug allerdings direkt zu Punkt 2 bei: Wenn ich mal zurückschaue, dann stehe ich in „meiner“ Life-Is-Strange-Storyline mittlerweile vor einem stattlichen Berg Leichen (Kate Marsh sowie die Toten in den Erdlöchern und alternativen Zeitlinien zähle ich mal großzügig mit). Da werden wohl einige Story-Variablen in Episode 5 für mich wegfallen…

Wir stellen fest: Geek Remix hatte Recht. Wenn man die subtilen Andeutungen in den vorhergehenden Episoden zu deuten wusste, konnte man die Wendung in Episode 4 kommen sehen. Insoweit erneut Hut ab vor den Entwicklern. Am Ende von Episode 4 ist Chloe jetzt schon wieder aus dem Rennen. Ich gehe aber davon aus, dass dieses etwas „unbefriedigende“ Ergebnis in der nächsten Episode nachträglich „richtiggestellt“ wird. Praktischerweise wurde ja draußen vor der Schwimmhalle ein Foto mit Warren gefertigt. Das müsste sich doch nutzen lassen…

Was mich persönlich ja etwas ausrasten lässt, ist die tendenzielle Leichtfertigkeit, mit der die Figuren in Life Is Strange mit den offensichtlich gegen die Naturgesetze verstoßenden Änderungen in ihrer Welt umgehen. In Episode 2 war es eine „außerplanmäßige“ Sonnenfinsternis. Jetzt haben wir plötzlich zwei Monde. Zwei Monde. Wann kloppt endlich einer auf den Tisch und sagt „that is not newtonian!„? – was hier passiert entspricht nicht der Newton’schen Physik. Wenn sowas vorkommt würde doch wohl postwendend auf der gesamten Welt der Hammer fallengelassen werden, und man würde im Bunker das nahende Ende der Welt abwarten. Insofern sehe ich hier ein plot hole. Aber das ist Jammern auf verdammt hohem Niveau.
Ich bin jedenfalls sicher, die Entwickler werden auch in der finalen Episode nicht nachlassen und wieder ein paar jähe Wendungen einbauen…

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